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11. März 2022

Was ist Infrarot?

Marie photoMarie
Was_ist_Infrarot

In diesem Beitrag erhältst Du Antworten auf die Frage, was ist eigentlich Infrarot? Wie wurde es entdeckt und welche Erfindung basiert auf der Entdeckung „Infrarot“? Du erfährst auch, wie Du Infrarot mit einem kleinen Experiment einen Schritt näherkommst. Falls Dir eine Zusammenfassung des Themas Infrarot reicht, starte einfach mit der Kurzfassung. Du hast Lust bekommen auf mehr? Dann starte direkt mit der ausführlichen Version.

Die Kurzfassung: Das ist Infrarot

Infrarot ist Bestandteil des Sonnenlichts. Wird das Sonnenlicht aufgebrochen, siehst Du die Regenbogenfarben. Das Licht beinhaltet aber auch einen unsichtbaren Teil, der „Infrarot“ genannt wird. Dieser ist der wärmste Bestandteil des Sonnenlichts.

Infrarot: Die ausführliche Version und ein kleines Experiment zum Nachmachen

Welche Farbe hat eigentlich das Sonnenlicht? Viele vermuten wahrscheinlich das Sonnenlicht wäre farblos, weiß oder gelb. Tatsächlich besteht das Sonnenlicht aber aus verschiedenen Farben. Scheint die Sonne in den Regen, wird das Licht in seine Farben aufgebrochen und wir sehen einen Regenbogen. Die hautsächlichen Farben des Regenbogens sind: Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau und Violett. Na zumindest die Farben, die wir Menschen mit unseren bloßen Augen sehen können.

Gibt es etwa auch unsichtbares Licht?

Kurz gesagt, ja! Die für den Menschen sichtbaren Farben machen auch eigentlich nur den kleinsten Teil des Sonnenlichts aus. Stell Dir einfach mal den Regenbogen vor. Er leuchtet Violett, Blau, Grün, Gelb, Orange und Rot. Da könnte man sich ja jetzt fragen, ob es links neben Violett und rechts neben Rot noch weiter geht. Und genauso ist es. Das Licht neben Violett ist bekannt als UV-Licht. Wobei UV die Abkürzung für Ultraviolett ist. „Ultra“ kommt übrigens aus dem, wer hätte das gedacht, Latein und bedeutet „jenseits“ – Jenseits von Violett. Nun da wir das mit dem UV-Licht geklärt haben, kann man fast schon vermuten, dass es nach dem Rot auch noch weiter geht. Und zwar mit Infrarot. Und auch der Term „Infra“ findet seinen Ursprung im Latein und heißt so viel wie „unter“. Mit Infrarot meint man also unterhalb von Rot.

Soviel zur Theorie. Müssen wir nun bis zum nächsten Regenbogen warten oder gibt es auch eine Möglichkeit das Sonnenlicht selbst zu teilen? Und ja, die gibt es. Dazu benötigst Du ein Prisma aus Glas und die Sonne. Mit künstlichem Licht geht es natürlich auch, aber dann ist der Effekt eben nicht so groß. Das Sonnenlicht muss gebündelt auf das Glasprisma geleitet werden. Dafür kannst Du beispielsweise eine spaltförmige Blende benutzen. Durch das Prisma wird das Lichtbündel gebrochen und in seine Regenbogenfarben aufgeteilt. Du siehst die Regenbogenfarben besonders gut, wenn Du sie auf ein weißes Blatt Papier lenkst. Das Ganze sieht dann in etwa so aus, wie das Bild ganz oben in diesem Blogbeitrag. Um den gleichen Effekt wie im Bild oben zu erzielen, musst Du eventuell ein bisschen rumprobieren. Auch wichtig ist, dass das Lichtbündel im richtigen Winkel auf das Prisma scheint.

Gar nicht so einfach unser kleines Experiment. Jetzt fragst Du Dich bestimmt, wer die Entdeckung des farbenreichen Lichts gemacht hat. Dann gibt es hier noch einen ganz kurzen geschichtlichen Exkurs für Dich: Schon im Jahr 1676 hat der Physiker Newton die Zerlegung des Lichts sowohl in der Theorie, als auch in der Praxis nachgewiesen. Die Vorlage für die Entdeckung von Infrarot wurde also von Newton gemacht. Und wer hat schließlich Infrarot entdeckt? Das war der Astronom Herschel, der übrigens zur Hälfte Deutscher war, um das Jahr 1800 herum. Herschel hatte damals quasi das gleiche Experiment wie wir heute gemacht, um das Licht in seine Spektralfarben zu teilen.

Was ist das Besondere an Infrarot?

Okay, jetzt wissen wir, dass Infrarot Teil des unsichtbaren Sonnenlichts ist. Aber was ist eigentlich das Besondere an Infrarot? Herschel hatte also das Sonnenlicht durch ein Glasprisma scheinen lassen und das Licht in seine Farben aufgeteilt. Nun platzierte er Thermometer in jedem der Farbabschnitte. Zudem platzierte er weitere Thermometer links neben Violett und rechts neben Rot. Also genau in den Bereichen, in denen der Mensch keine Farben mehr sieht. Was er herausfand war verblüffend. Unterhalb des roten Sonnenlichts maß er die höchste Temperatur. Somit machte er die Entdeckung von Infrarot. Er fand also heraus, dass es erstens für den Menschen unsichtbares Licht gibt und zweitens Infrarot der wärmste Teil des Lichts ist.

Welchen Nutzen ziehen wir aus der Entdeckung von Infrarot?

Viele Erfinder:innen von Techniken haben ihre Inspiration aus der Natur gezogen. Um nur ein Beispiel zu nennen: Der Klettverschluss. Der Erfinder des Klettverschlusses ging eines Tages mit seinem Hund im Wald spazieren. Die Früchte einer Pflanze, der Klette, verfingen sich im Fell seines Hundes. Diesen Effekt nahm sich der Erfinder zu Nutze und erfand daraufhin den Klettverschluss. Und so oder so ähnlich wie die Erfindung des Klettverschlusses wurde die Erfindung der Infrarotheizung auch durch die Natur, nämlich durch die Sonne inspiriert.

Fazit

Was uns besonders an Infrarot fasziniert ist das natürliche Vorkommen im Sonnenlicht. In diesem Beitrag haben wir gelernt, dass Infrarot der wärmste Bereich des Lichts ist. Falls Du auch schon einmal gehört hast, dass die Sonne quasi die größte natürliche Infrarotheizung der Welt ist… jetzt weißt Du woher dieses Sinnbild stammt.

Quellen

Titelfoto von Daniel Roberts auf Pixabay

Über 250.000 Haushalte wurden
letztes Jahr von uns heiß gemacht.

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