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17. Okt. 2022

Extremsparer: was passiert, wenn man gar nicht heizt?

Marie photoMarie
extremsparer

Der Extremsparer. Worauf verzichtet er? Welche Motivation steckt hinter dem extremen Sparkonzept? Wo ist die Grenze – wann ist extremes Sparen nicht mehr gesund? Mit welchen Folgen ist zu rechnen, wenn aus Sparsamkeit im Winter ganz aufs Heizen verzichtet wird? Spoiler: diese Idee ist weder gut für Dich und Deine Gesundheit noch für die Bausubstanz.

Der Extremsparer: so sieht der Alltag aus

Welche Motivation steckt eigentlich hinter dem „Extremsparen“?
Vermögensaufbau, zügiges Abtragen von Krediten, der Wunsch nach finanzieller Freiheit und frühzeitiger Renteneintritt. Aber auch das schlicht wenig finanzielle Mittel zur Verfügung haben können Gründe für das Modell „Extremsparen“ sein.

Der Begriff für jemanden, der durch Verzicht spart und gleichzeitig sein Geld anlegt ist übrigens Frugalist. Die Idee ist es, einen Großteil des Einkommens anzulegen und „für sich arbeiten“ zu lassen. Das Ganze wird individuell, beispielsweise bis Anfang oder Mitte 40 fortgeführt. Das große Ziel der Frugalisten: sich selbst die weit verfrühte Rente und somit ein Stück Freiheit ermöglichen.

Extremsparer sind preisbewusst in allen Facetten des Lebens. Der Lebensmitteleinkauf wird genau geplant. Kataloge werden nach Angeboten und Coupons durchforstet und die Höhe des Warenkorbs vorab kalkuliert. Auch beim Kauf von Kleidung und Möbeln wird gespart und gerne auf Second Hand Läden oder Outlets zurückgegriffen. Die Reduzierung des Wohnraums und folglich der Miete gehört ebenso mit zum Konzept. Urlaubsreisen werden selten oder gar nicht gemacht.

Sparen beim Lebensmitteleinkauf
Extremsparen: der Einkauf im Supermarkt wird vorab genau geplant

Und schließlich wird vor allem in diesem Winter an Gas und Strom gespart. Das natürlich nicht nur in Kreisen der Extremsparer, sondern auch in nahezu allen deutschen Haushalten. Doch was passiert …

… wenn man ganz aufs Heizen verzichtet

Schon 1 Grad weniger Raumtemperatur soll zu 6 % Energieeinsparung führen. Viele Deutsche wollen diesen Herbst und Winter Heizkosten einsparen und weniger Heizen. Die Extreme, ganz aufs Heizen zu verzichten, kann allerdings gesundheitliche Folgen für Dich haben sowie Schäden an der Bausubstanz hervorrufen wie

  • feuchte Wände
  • Schimmelbildung
  • Probleme mit der Luftfeuchtigkeit
  • faulen alter Fensterrahmen

Beim Heizkosten sparen gilt: alles nur in Maßen. Ein warmer Pulli und Wollsocken können sicherlich das ein oder andere Grad weniger Raumtemperatur ausgleichen, jedoch solltest Du nicht frieren müssen. Schau lieber in unsere Tipps, wie Du effizient Heizen kannst.

Tipps zum Sparen im Alltag (für Jedermann)

Effizient Heizen. Der Bundesverband der deutschen Heizungsindustrie gibt an, dass etwa 50 % aller Heizungen nicht effizient arbeiten. Dieses beträfe vor allem ältere Modelle. Der Heizungscheck für Gasheizungen soll zur Pflicht werden. Doch auch die Fachbetriebe sind ausgelastet und zeitnahe Termine schwer zu vereinbaren.
Es gibt aber durchaus einige Stellschrauben, die jeder von uns selbst in Angriff nehmen kann. Am einfachsten ist darauf zu achten, dass der Heizkörper nicht durch Vorhänge oder hinter Möbeln verdeckt ist.

Die Entlüftung Deines Heizkörpers kannst Du selbst vornehmen. Damit stellst Du sicher, dass die Luft aus dem Heizkreislauf weicht und die Warmwasserverteilung so effizient wie möglich ist. Und ganz wichtig: Das individuelle Einrichten Deines Thermostats. Viele Thermostate bleiben wie geliefert unverändert in den Werkseinstellungen. Passe die Eistellungen Deiner Wohnsituation an, Deinen Routinen und der Bausubstanz. Stelle ein, dass die Temperatur während der Nachtstunden automatisch abgesenkt wird oder eben in den Zeitperioden, in denen Du Dich außer Haus befindest.

Einkaufsliste schreiben. Der einfachste Tipp, um beim Lebensmitteleinkauf zu sparen, ist die „Einkaufsliste“. Und wie sagt man noch so schön, hungrig soll man nicht einkaufen gehen 😉. Die Verbraucherzentrale informiert Dich darüber, welches Obst und Gemüse regional und saisonal im Supermarkt verfügbar ist. Das Schöne: regionales und saisonales Obst und Gemüse schont das Klima. Der Planet freut sich über kurze Transportwege und Du darfst Dich über frische Lebensmittel mit weniger Pflanzenschutzmitteln – im Vergleich zur Importware – freuen. Den Link zu den Infos der Verbraucherzentrale findest Du unten bei den Quellen.

Haushaltsstrom. In der Regel gilt, alles was warm gemacht wird verbraucht viel Energie. Der Eco-Modus bei Spül- und Waschmaschine beispielsweise arbeitet mit kühleren Temperaturen. Hast Du den schon mal ausprobiert? Die Verbraucherzentrale gibt an, dass ein Wäschetrockner sogar 3–4-mal mehr Strom verbraucht als die Waschmaschine selbst. Also ab mit der Wäsche auf die Leine!
Und auch Elektrogeräte wie der Fernseher verbrauchen Energie im Standby Modus. Mit einer Steckdosenleiste zum ein- und ausschalten lässt sich dieser Verbrauch bequem umgehen.

Krankhaftes sparen

Die Idee des Extremsparens ist durchaus berechtigt. Vor allem wenn sie mit einem Ziel verbunden ist. Beispielsweise das Abtragen eines hohen Kredits in x Jahren. Allerdings kann sich extremes Sparen auch zu einem Zwang entwickeln. Zwanghaft immer das Günstigste kaufen oder eben gar nicht kaufen, obwohl man es sich leisten könnte. Auf Genuss verzichten und im schlimmsten Fall die eigene Gesundheit riskieren (wie beim gar nicht Heizen im Winter). Der Kurzhaarschnitt, nur um beim Haarewaschen Wasser einzusparen …

… Wenn das Sparen eine solche Richtung einschlägt, dann wird nicht mehr von Extremsparen, sondern von Geiz gesprochen. Geiz kann nicht nur in Form von „so wenig Geld wie möglich ausgeben“ auftreten, Geiz gibt es auch im zwischenmenschlichen Bereich: geizig mit Anerkennung und Zuneigung.

Nicht vergessen: Sei großzügig zu Dir selbst

Trotz aller Sparsamkeit – sei großzügig zu Dir selbst. Sei großzügig zu anderen. Wie wir gelernt haben, muss das nicht immer mit Geld einhergehen. Man darf auch großzügig im Sinne von Toleranz und Aufmerksamkeit sein. Großzügigkeit hilft Deinem Körper und Deiner Psyche gesund zu bleiben. Die AOK hat ein paar Tipps zum Ablegen von Geiz und Anlernen von Großzügigkeit formuliert. Hier ist ein Link zu deren Beitrag.

Fazit

Extremsparen mit Ziel ja. Krankhaftes sparen nein. Auch beim Thema „gar nicht heizen“ gilt: Die langfristigen Schäden überwiegen dem kurzfristigen Vorteil. In unseren Tipps haben wir Dir zusammengetragen, was Du selbst machen kannst, um effizient zu heizen.


Sei stets großzügig zu Dir selbst und Deinen Lieben. Gönn’ Dir gelegentlich was Schönes. Und vor allem: spare nicht an Deiner Gesundheit!

Du willst noch mehr wissen?

Wir freuen uns, wenn wir Dir neue Aspekte zum Thema Heizen aufzeigen konnten. Es gibt noch viele weitere spannende Informationen zu entdecken. Schau’ Dir doch unseren Beitrag über die optimale Raumtemperatur an. Oder möchtest du dich über die Vorteile von Schreibtischheizungen informieren? Komme einfach regelmäßig auf unserem Blog vorbei – es lohnt sich!

Solltest Du noch weitere Fragen haben, hilft Dir unser freundlicher Kundenservice gerne weiter – telefonisch, per Mail oder Chat. Wir freuen uns auf Deine Nachricht.

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